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"Ciao" Hans-Peter Gökelmann

Mit der Aufschrift „Ciao“ verabschiedet das Lehrerkollegium Schulleiter Hans-Peter Gökelmann in den Ruhestand. Mit Heike Schoppe (rechts) steht seine Nachfolgerin bereits fest. (Foto: Simon Schneider)

(Quelle: Gränzbote vom 24.07.2019)

Vom Wirtschaftsabitur bis zum Schulleiter: Mit Hans-Peter Gökelmann endet eine Ära an der Wilhelmschule, und mit der künftigen Schulleiterin Heike Schoppe fängt an der Gemeinschaftsschule ein neues Kapital an.

Schon Mitte der 1970er-Jahre absolvierte der jetzt 65-jährige Hans-Peter Gökelmann sein Wirtschaftsabitur im Gebäude der heutigen Wilhelmschule in der Weimarstraße am Stadtgarten. Dort schien es ihm zu gefallen. Denn: Nach seinem Studium kehrte er dorthin zurück, absolvierte sein Referendariat, um schließlich ab 1978 an der Wilhelmschule zu unterrichten. Seine Fächer: Mathe, Physik, Musik und Religion. . Später übernahm er als stellvertretender Schulleiter noch mehr Verantwortung und leitete schließlich ab 2004 die Geschicke der Schule als Rektor – und das bis zu seiner offiziellen Verabschiedung in den Ruhestand am Mittwoch.

Sein Amt bleibt aber nicht unbesetzt. Heike Schoppe tritt in seine Fußstapfen und ist offiziell ab dem 1. August die neue Schulleiterin der Tuttlinger Wilhelmschule – ein nahtloser Übergang, der aufgrund der Lehrersituation aktuell keine Selbstverständlichkeit ist. Schoppe, die in Vilsingen bei Meßkirch wohnt, unterrichtet seit 2011 an der Wilhelmschule. „Ich liebe diese Schule und das Lehrerkollegium, die hinter mir stehen“, sagte sie unserer Zeitung. Bereits seit längerem sei sie mit den Aufgaben vertraut, die mit diesem Amt zu tun haben. Auch Fortbildungen habe sie bereits besucht. Laut Gökelmann sei sie eine Expertin, was die Gemeinschaftsschule betreffe. Im Januar bewarb sie sich für das Rektoren-Amt.

Bevor es allerdings zu ihrem ersten offiziellen Auftritt als neue Schulleiterin kommt, verriet Hans-Peter Gökelmann im Dialog mit Schulamtsdirektor Karlheinz Deußen, dass er an der Wilhelmschule immer mit „offenen Herzen“ empfangen worden sei und betonte, dass die Bildungseinrichtung für ihn eine Heimat geworden sei. Ebenso verriet er die Eigenschaften, die ein Schulleiter mitbringen muss, um zu bestehen.

Gökelmann fungierte gemeinsam mit dem Rektor des Otto-Hahn-Gymnasiums, Georg Schwarz, auch als geschäftsführender Schulleiter. Für dieses Amt sei noch kein Nachfolger bestimmt worden. Wie Deußen unserer Zeitung sagte, soll aber im Laufe des Septembers ein Name feststehen.

Tuttlinges Oberbürgermeister Michael Beck dankte dem 65-Jährigen für dessen jahrzehntelanges Engagement. Beck erwähnte seine vielen Verdienste und bezeichnete ihn als EDV-Experten, der sich um alle Computer- und Netzwerkangelegenheiten in der Schule kümmerte.

Auch Konrektor Oliver Schröder hatte nur Lobesworte für den scheidenden Schulleiter parat. „Die Art, mit der er die Herausforderungen annahm, hatten beinahe etwas Magisches“, sagte Schröder. Gökelmann habe Führungsqualität, Diplomatie, Weitsicht, organisatorisches Geschick genauso aber Gelassenheit und Herzlichkeit mit der nötigen Strenge im Gepäck gehabt.

Die Erstklässler verabschiedeten ihren Rektor musikalisch und ließen dabei verlauten: „Mit dir hat Schule Spaß gemacht. Der Abschied fällt uns schwer.“ Ein qualitativ hochwertiges Abschiedsgeschenk verpackten die Schülerinnen Giustina Burciu und Chisola Fernandes stimmlich mit dem Titel „Almost is never enough“ von Ariana Grande.

Nachdem sich auch der scheidende Schulleiter bei all seinen Weggefährten bedankte, setzte das Lehrerkollegium in einheitlichen Shirts mit der Aufschrift „Ciao" mit einem weiteren Unterhaltungsbeitrag den Schlusspunkt der Verabschiedung von Hans-Peter Gökelmann.

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